Freecross - Die Story.

Freecross-Erfinder Wolfgang Eisenberg im Profil

Der enthusiastische Radfahrer, Läufer und Fan des Indoor Crosstrainers, Wolfgang Eisenberg (47), hatte 2006 den Geistesblitz, einen Crosstrainer mit Rädern rauszubringen – raus auf die Straße. „Nach einer Rückenverletzung spürte ich, dass sowohl Radfahren, als auch Laufen meinen Rücken stark beanspruchten. Der Crosstrainer war eine großartige Lösung, wegen der aufrechten Haltung und der geringeren Belastung der Gelenke. Allerdings wollte ich lieber draußen trainieren.“

Eisenberg beschäftigte sich intensiv mit der Konstruktion von Crosstrainern, Fahrrädern und ihren Komponenten. Als gelernter Banker fand er sich plötzlich in der Rolle des verrückten Erfinders. „Ich war mehr oder weniger besessen und verbrachte extrem viel Zeit damit, unterschiedliche Möglichkeiten abzuwägen und die Idee weiterzuentwickeln“ Tatsächlich konnte er sie schon bald zum Patent anmelden.

Doch bevor er das Konzept potenziellen Investoren vorstellen konnte, fand ein Freund die Idee so gut, dass er sein letztes Geld zusammenkratzte, um einen Prototypen zu finanzieren. „Angefangen haben wir mit einem stationären Hometrainer und einem Liegerad“, erinnert sich Eisenberg. „Wir zerlegten beides und fingen an, mit Hilfe eines erfahrenden Fahrrad-Experten etwas völlig Neues daraus zu bauen. Vorher hatten mir einige andere Ingenieure gesagt, dass mein Lenkungskonzept niemals funktionieren würde,“ erinnert sich Eisenberg. „Gut, dass ich kein Ingenieur bin – ich hätte sonst wohl aufgegeben.“

Der Augenblick der Wahrheit kam mit der ersten Testfahrt. „Ich war nervös wegen dieses Tests. Wir hatten eine Menge Zeit und Geld in diesen Prototypen investiert, ohne zu wissen, ob er jemals funktionieren würde. Aber schon nach wenigen Minuten raste mein Geschäftspartner – ein begeisterter Skifahrer – in engen Kurven den Berg runter und war hellauf begeistert. Sogar sein sechs Jahre alter Sohn konnte innerhalb weniger Minuten locker damit fahren und lenken. Da wussten wir, dass die Idee gut ist.“

Davon konnten Eisenberg und sein Partner Björn Schuman auch einige Entscheidern der Industrie überzeugen, die zur weiteren Entwicklung beitrugen: die Bertrandt AG, die Sporthochschule Köln, Designgestalten/ASW Engineering, führende Fahrrad-Manufakturen in Deutschland bzw. Taiwan und Norbert Britz, erfahrener Geschäftsmann, Investor und heute drittes Mitglied des Freecross Teams.

„Es war ein unglaublicher Prozess“, sagt Eisenberg. „Die Monate der Forschung, die zahllosen Diskussionen und Entwürfe, die vielen Runden mit dem Prototypen und die Zusammenarbeit zwischen Experten verschiedenster Fachbereiche über Kontinente hinweg – in dem marktreifen Produkt steckt so viel Know-how und Erfahrung. Jetzt bin ich wirklich stolz darauf, es unseren Kunden präsentieren zu können.“

Freecross-Erfinder Wolfgang Eisenberg
 
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